Das war der 100. Slam B_18.02.2022

Ich kann es nicht glauben, nun hat er endlich stattgefunden, der 100. Slam B, 13 Jahre, 1x im Monat (bis auf Sommer- und Coronapause), volles Haus, tolle Menschen, faszinierende Texte und ein applaudierfreudiges Publikum. So schön!

In der Früh habe ich noch gezittert, weil es könnte ja noch ein positives Testergebnis eintrudeln und mir den 100. Slam B verwehren. Negativ. Yeah. Dann stand dem Abend nichts mehr im Wege. Ich hatte noch einiges zu erledigen, dabei eine furchtbare Begegnung, die mich ziemlich durcheinander brachte und verärgerte. Aber lassen wir das lieber, weil heute wird gefeiert.

Ich habe die 60 Faschingskrapfen bei meiner Lieblingskonditorei abgeholt und mit einer Hand und Rollkoffer in der U-Bahn jongliert. Komplett verschwitzt und fertig bin ich im Literaturhaus angekommen. Die Bühne geschmückt, mich selber „geschmückt“ und dann kamen auch schon all die lieben Menschen. 

Ich habe gerade überlegt, was ich bisher in meinem Leben 100x gemacht habe? Vieles, aber trotzdem ist der 100. Slam B was ganz Besonderes für mich und das gehört gefeiert und gewürdigt.

Opferlamm, der Sieger vom letzten Slam B – Fabian Navarro hat den Abend würdig eröffnet mit seinem Text über Party-Bigtalk, dazu kann man eigentlich nur sagen: „Cooler Text, wollen wir küssen?“ Meine Frage hat ihn aber dann doch ein wenig irritiert ;-))

Startplatz 1: Luan Hammer unser finnisches Sprachentalent, lernt nun auch noch marisch, das war beim Mitschreiben aber nicht so einfach, daher: „Hallo, hier bin ich, ich versuche zu sprechen, damit ihr mich versteht.“ 

Sarah Anna Fernbach ist kurzfristig eingesprungen und hatte ihr erstes Mal bei Slam B und hoffentlich nicht ihr letztes Mal. „Wenn ich mich aufrege, will ich keine Besänftigung.“ Ich auch nicht. 

Der Niederösterreicher ;-)) Börni hat Neujahrsvorsätze: „Ich möchte mich weniger beschweren.“ 

Finalistin: Sarah Anna Fernbach

Unser Wortspieler Tom Candussi ist back … zumindest für heute Abend: „Jetzt wo ich den See sehe, brauche ich kein Meer mehr.“ Ich brauche immer mehr Meer und Tom Candussi Texte. 

Pippi Lotta mit einem Liebestext, weil viel Amore in ihrem Leben: „Wir verstehen uns in jeder Sprache.“ Baci.

Slam B ohne Schreibi, möglich, aber das wäre wie Slam ohne B: „Schreibmüller, der Name ist auch ein Befehl.“

Finalistin (bewusst die weibliche Form, Männer sind mit einbezogen): Tom Candussi

Mein „jüngerer Kolleg“ David Samhaber hat mich das letzte Mal als Moderator vertreten, nun wieder als Teilnehmer auf der Bühne, wusstet ihr: „Vielleicht mag ich manchmal einfach nur ein Sektfrühstück.“ Das hat er sich morgen verdient.

Sandy Gomez ist leiwand, ausgeglichen und entspannt. „Hobby: Stinken.“ „Denn für Emmentaler hast du zu wenig Klasse!“

Luca Schuster ist auf Heimatbesuch und hatte einen berührenden Text mit im Gepäck: „Wie ein gut geöltes Uhrwerk läuft dein Körper schon. 86.000x schlägt dein Herz am Tag.“

Finalistin: Sandy Gomez

Keine Pause, direkt FINALE:

Sarah Anna Fernbach: Über ihre Liebe zum Schreiben und Lesen: „Ich will einen Liebesbrief. Aber ich bekomme nur Briefe vom Finanzamt.“

Tom Candussi: Über die Buchstaben, die das Dorf verliessen: „Alle Männer hatten nur mehr ein Lied zwischen den Beinen.“

Sandy Gomez: Über ihre Kinder: „Du denkst an Wickeln, du böse Frau.“

Applausbattle, Konfettikanonen, …

Siegerin des Abends: Sandy Gomez, sie freut sich über die Preise vom Falter und 100 € vom Literaturhaus Wien.

DANKE: An alle, die Slam B bereits 100x möglich gemacht haben, ich habe euch lieb!

Faschingskrapfen für alle, „Party“ bis Mitternacht im Noosh.

101. Slam B am 18.03.2022

Bleibt mir weiterhin treu!

Kuss und Schluss!

*diana*

P.S.: Thx für die Fotos: Anna Konrath!