Nachbericht_1. MUVS Poetry Slam_Thema: Sexualität & Fruchtbarkeit_11.10.16

Schau mal, was du versäumt hast!

Was für ein gelungener Abend! Vielen Dank an das MUVS (Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch) uns sein gesamtes Team (wunderbare Zusammenarbeit, fantastische Betreuung & Bewirtung, geniales Ambiente, einfach ein wunderschöner Abend), Buchkontor (so schöne Bücherauswahl und danke für den Preis für die Siegerin), Publikum (schön, dass ihr immer so zahlreich erscheint) und die sehr genialen SlammerInnen (ihr seid sowieso die Besten!): Hirschl, Sandy Gomez, Tom aus Graz, Darling, Die Karin, Fanny Famos, Philipp Quell, Mriri, Sabine Sobotka, Avus Saliva & Aña.

Das Thema wurde so unterschiedlich in Texte verpackt, es war eine Freude euch zu zuhören. Das Voting per Kondome wurde auch gut angenommen (gutes Publikum!), 103 Kondome abgegeben, 33 unbenützte Kondome gab es für die Siegerin des Abend – Die Karin. Ja, sie ist wieder zurück und wir hoffen, dass sie nun wieder öfters bei Slams auftaucht, weil ewig schade, dass sie nur mehr so selten stammt, denn mit ihren Geschichten können sich viele identifizieren, ich sage nur Regel „vielleicht bin ich doch am sterben“ und „meine weibliche Bezugsperson ist der Fernseher“.

Hirschl eröffnete den Abend mit einer Geschichte vom Zivildienst: „Der soll mir auch so eine Silvia kaufen.“ Danach überlegte sich Sandy Gomez, wie es wäre, wenn Männer schwanger würden, „das Ei im Ei“ sozusagen. Sabine Sobotka animierte das Publikum mehrmals laut und befreit „Ficken“ zu schreien und hatte dabei mehrere „Ohrgasmen“. Fanny Famos brachte uns ihre „Mumo“ näher und erzählte uns über ihre verhassten Frauenärztinnenbesuche (am Ende des Abend bekam sie eine Visitenkarte einer anwesenden Frauenärztin für ihren nächsten Termin, ernsthaft ;-)). Mriri verwirrte das Publikum mit seiner Gorilla Geschichte. Die Karin führte zu viel AHA-Erlebnissen im Publikum, weil Regel und so. Aña berührte mit ihrem Text über eine 16 jährige Schwangere „ein einziges Mal ohne gemacht“, „ich weiß nicht, was kommt.“ Tom aus Graz gab eine erotische Werbegeschichte zum Besten, dabei waren 69 Werbesprüche im Text verpackt und mit französischem Akzent „frisch, saftig, steirisch“. Avus Saliva, er mit Alex, ist Alex ein er oder eine sie? Das ist doch egal! Darling findet „Hormone sind spitze“ und brach uns mit allerlei Gestöhne eine Geburt näher, sie weiß, wovon sie spricht, ist schließlich Hebamme. Den krönenden Abschluss gab Philipp Quell, er stellte die Männlichkeit in Frage: „Hey, Schnitte schon belegt?“

Fazit: ALLE waren happy und es war wirklich ein wunderbarer Abend. Fortsetzung folgt, wir freuen uns darauf. Wer noch nie im MUVS war, der sollte das schleunigst nachholen, echt sehr tolles Museum und weltweit einzigartig, das sollte mann/frau in Wien gesehen haben.